Samstag, 20. Februar 2016

Nachtrag der letzten Tage - Bericht erste Bestrahlung

Es tut mir leid, dass ich diese Woche nicht weiter geschrieben habe, aber es ging mir teilweise echt mies.

Dienstag: Entlassung war OK, trotzdem Wundschmerzen von der Abszessöffnung, Hausarzt besucht wegen künstlicher Ernährung

Mittwoch: habe ich Erledigungen gemacht, um mich auf 6 Wochen nicht essen und rauchen vorzubereiten, noch in der Wohnung einiges gemacht - keine besonderen Schmerzen, aber ein Stresstag.

Donnerstag: 7.40 Uhr erste Bestrahlung, die ich aufgrund von Hitze und Übelkeit abbrechen musste,
danach kam ich zum psychologischen Dienst wegen Panikattacken oder Ähnlichem was ich aber nicht hatte -> Ergebnis: lieber morgens etwas essen!
Benommenheit noch den ganzen Vormittag, Hyperthermie danach auch gut überstanden
14.30 Uhr die zweite Bestrahlung mit starken Schmerzen im Kiefergelenk.
Später am Tag noch schlimme Schmerzen, die auch mit all meinen Schmerzmitteln nicht zu beseitigen waren

Freitag: 7 Uhr Bestrahlung mit stechenden Schmerzen im Kiefergelenk und es war mir auch wieder schwindelig vor Schmerzen.

Zu Hause angekommen, habe ich mir dann meine erste künstliche Nahrung in den Bauch fließen lassen, weil kauen gar nicht mehr ging. Gut nur, dass alles schon vorbereitet war.

Danach bin ich zu meinem Zahnarzt "van Sprang", um von ihm einen Tip für eine Kieferchirurgie zu bekommen. Er hat mich auch gleich dran genommen und die Zähne gecheckt - alles in Ordnung. Und mich dann ins Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) geschickt.

Mareike ist nach der Arbeit auch dorthin gekommen (ins UKE) und hat zusammen mit mir bis zum späten Nachmittag gewartet. Zwischendurch habe ich mir dort meine zweite künstliche Nahrung auf dem Flur der Notaufnahme reingezogen.

Resultat der Untersuchung: wahrscheinlich ein Bluterguss im Kaumuskel aufgrund des aufkeilens meines Mundes vom Donnerstag morgen (Fotos: siehe der Mann mit der blauen Maske). Totale Schonung des Kaumuskels und ca. 2 Wochen warten bis es vorbei ist.
Dazu gab es ein weiteres Schmerzmittel Declofenac.

Zwischendurch am Freitag Telefonat mit Frau und Herrn Brockmann. Frau Brockmann weil ich nicht zur Hyperthermie da war und Herr Brockmann, weil ich ihm sagte, das ich zu einer Kieferchirurgie fahre und mir das machen lasse - er meinte nur: "Herr Redmer, wenn Sie das machen, dann können Sie die Bestrahlung nicht weiterführen." - Ich fragte ihn, ob er denn einen besseren Vorschlag hätte und er verneinte das. Am Montag werde ich das mit ihm noch einmal besprechen.

Als Mareike und ich dann vom UKE zu Hause waren und ich mir noch einen Beutel und Sie sich türkische Hausmannskost reingezogen hatte, schliefen wir gegen 17.30 Uhr ein und standen erst heute morgen um 7 Uhr wieder auf. Ich hatte zwar ein paar Schlafpausen und rendevouzes mit Schmerztabletten, war aber kaum weniger als 30 Minuten jeweils wach.

Samstag:
Viel Schlaf, viele Tabletten, zwischendurch IKEA und Baumarkt - starke bis mittlere Schmerzen.

Mein Zustand aktuell:
erschöpft, Schmerzen am verbleibenden Halsknubbel, Verspannungen Nacken und Schulter
mit einem Wort: lädiert !

Auf bald

Euer Karsten










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